Der Kampf gegen den Informations-Tsunami

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Lange Zeit schien das Verhältnis zwischen Wirtschaftsjournalisten und Social Media zerrüttet. Doch inzwischen arrangieren sich die klassischen Medien mit der digitalen Welt. Vor allem zur Recherche scheinen Online-Quellen mittlerwei­le akzeptiert. Gleichzeitig wird der Ruf nach Analyse und kritischer Kommentierung immer lauter.

EIN BEITRAG VON CHRISTOPH MOSS

[Anmerkungen und Literaturnachweise am Ende des Beitrages]

Ein Newsroom mit einer großen Twitter-Wand. Informationen, die im Sekunden­rhythmus über den Bildschirm flimmern. Nachrichten, die nie länger sind als 140 Zeichen. Für Bernd Zeberl ist dies keine abgehobene Spinnerei. Der Redak­tionsleiter der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX arbeitet in der Zentrale nahe dem Frankfurter Hauptbahnhof. Er gehört zu den Medienvertretern, die eine Zukunft für den Wirtschaftsjournalismus auch in Zeiten von Social Media sehen:„Das muss kein Widerspruch sein.“ Online-Communitys wie Facebook oder der Microblogging­dienst Twitter könnten „extrem hilfreich sein“, wenn Wirtschaftsjournalisten Informationen suchen oder sich einen schnellen Überblick über die Nachrichtenlage verschaffen wollen. 

TIEFE ABSCHEU

Die Agentur dpa-AFX gehört zu den klassischen Gatekeepern im Wirtschaftsjournalis­mus. Die Redakteure versorgen zahlreiche Medien und Unternehmenswebsites mit Finanznachrichten. Sie beginnen frühmorgens, filtern, bewerten und geben den Meldungen des Tages eine erste Einordnung. Wenn also Zeberl sagt, „auch als Quelle sind bestimmte Online-Medien manchmal besser geeignet als die klassische Recher­che“, ist dies beachtlich. Denn lange Zeit schien das Verhältnis von Journalisten zu Social Media von tiefer Abscheu geprägt zu sein.

„Digitale Medien sind eine Kulturtechnologie. Wer sie nicht nutzt, verschließt sich dem gesellschaftlichen Diskurs.“

Als der Wirtschaftsjournalist Thomas Knüwer noch als Reporter für das Handelsblatt schrieb, stritt er sich öffentlich mit seinem Redaktionskollegen Sönke Iwersen. Die beiden trugen ihren Disput via Weblog aus. „Mir ist kein Journalist bekannt, bei dem Selbstdarstellung und Realität derart auseinanderklaffen wie bei Dir“, schrieb Iwersen. Es war eine Reaktion auf Knüwers pointiert vorgetragene Aussage, Journalisten sollten sich stärker als bisher den neuen Medien öffnen. Eine Forderung, die er in seinem eigenen Weblog „Indiskretion Ehrensache“ öffentlich verbreitet hatte. Heute, drei Jahre später, arbeitet Knüwer als selbstständiger Kommunikationsberater in Düsseldorf. An seiner Haltung aber hat sich nichts geändert: „Erschreckend viele fest angestellte Journalisten stehen nicht an der Spitze des Wandels, sondern sind technisch weit rück­ständiger als die Durchschnittsbevölkerung“, sagt er. „Digitale Medien sind eine Kulturtechnologie. Wer sie nicht nutzt, verschließt sich dem gesellschaftlichen Diskurs. Und seine Stimme hat dann im Rahmen einer Gesellschaft auch keinen Wert mehr.“

Die These von der tiefen Kluft zwischen Journalismus und Social Media wurde über Jahre hinweg hochgehalten. 2007 befragte „News aktuell“, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Presseagentur, knapp 1.200 Journalisten. Ergebnis: Nur jeder dritte Mitarbeiter einer Redaktion hielt das interaktive Netz damals für journalistisch relevant. Neue Kommunikationsformen spielten im Redaktionsalltag kaum eine Rolle. Die Idee der Blogs ließ die meisten Redakteure weitgehend unberührt. 87 Prozent der Befragten gaben an, nicht in einem Weblog zu kommentieren. Auch als Quelle oder als Hilfe bei der journalistischen Themenfindung nutzten die befragten Journalisten das Weblog kaum.

„Blogger sind auch in ihrer Gesamtheit kaum in der Lage, kontinuierlich, thematisch universell und aktuell zu berichten und vor allem zu recherchieren.“

Ähnlich klang der Befund einer Studie der Universität Münster: „Blogger sind auch in ihrer Gesamtheit kaum in der Lage, kontinuierlich, thematisch universell und aktuell zu berichten und vor allem zu recherchieren.“ Und besonders hart ging der Journalis­musforscher Siegfried Weischenberg mit den Bloggern ins Gericht. Es falle auf, „dass eine nicht unwichtige Gruppe unter den Bloggern nichts anderes tut, als sich an den herkömmlichen Medien und ihrem Journalismus, den sie unterirdisch findet, abzu­arbeiten“, sagte Weischenberg, einst Vorsitzender des Deutschen Journalistenver­bandes, bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft. „Dies sind die neuen Medienkritiker. Als Büchsenspanner der Szene wirken dabei einige Journalisten, die hier mit einem gewissen Guru-Appeal ein bisschen ‚off the record‘ aus ihrem aufregenden Berufsleben plaudern und ansonsten einen Teil ihres kommu­nikativen Adrenalins ausschütten, und zwar sehr bewusst. Einer von ihnen sagt, dass er bei seiner Zeitung mit dem Florett unterwegs sei und in seinem Blog schon mal, wörtlich, ,die Stalinorgel‘ benutze. Ein anderer, der inzwischen so etwas wie Kultstatus in der ,Blogosphäre‘ erlangt hat, sieht die Blogs ebenfalls als Waffe; bei ihm ist es aber die Kalaschnikow.“

Belege für eine gewisse Entspannung zwischen den scheinbar verhärteten Fronten liefert eine Untersuchung aus dem Frühjahr 2011. Die internationale Beratungsfirma Brunswick befragte gut tausend Wirtschaftsjournalisten. Wichtigster Befund: Ins­gesamt steigt die Bedeutung von Social Media für die Arbeit der Redakteure deutlich. Knapp ein Drittel der Wirtschaftsjournalisten in Kontinentaleuropa schreibt inzwischen selbst in Blogs, ein Viertel twittert oder bedient ähnliche Microblogs, 42 Prozent sind in Social Networks aktiv. Für Großbritannien und vor allem die USA sehen die Werte noch wesentlich optimistischer aus. Jeweils etwa zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsjournalisten bedienen demnach Blogs, Microblogs und Social Networks mit eigenen Beiträgen. Mit anderen Worten: Die Journalisten auf dem europäischen Kontinent öffnen sich zwar den Möglichkeiten von Social Media, aber ihre Kollegen im Vereinigten Königreich und in den USA treiben diese Entwick­lung sehr viel schneller voran.

WICHTIGE RECHERCHEQUELLEN

Gleichwohl nutzen auch heute schon deutsche Medien amerikanische Online-Quellen gezielt für die Recherche. Beispiel dpa-AFX: „Vor Kurzem waren die Unter­lagen einer Klage gegen die Deutsche Bank sehr schnell über einen Blog der New York Times erhältlich“, sagt Bernd Zeberl. „Solche Quellen findet man aber nicht auf Anhieb, sondern man muss sich mit der Materie beschäftigen. Für uns als Finanz-Nachrichtenagentur ist das eine extrem wichtige Quelle.“

„Am Schluss entscheidet die kreative Intelligenz, wer sich durch­setzt.“

Bernd Ziesemer, ehemaliger Chefredakteur des Handelsblatts und heute Geschäfts­führer von HOFFMANN UND CAMPE Corporate Publishing, sieht dies ähnlich: „Für Wirtschaftsjournalisten bietet Social Media viele Möglichkeiten zu interessanten Recherchen. Und gleichzeitig einen weiteren Kanal zur Verbreitung ihrer Analysen und exklusiven Hintergrundberichte. Sie bekommen schnell Feedback – ein großer Vorteil.“ Die Wirtschaftspresse als kommentierende und kritisierende Instanz in der Wirtschaftswelt werde dadurch nicht obsolet, verliere aber ihr Monopol. „Auch Blogger kom­mentieren und kritisieren – und oft gar nicht mal schlecht. Am Schluss entscheidet die kreative Intelligenz, wer sich durch­setzt. Aber man muss auch sagen: Fast alle Blogger beziehen sich auf klassische Medien. Also ein gutes Beispiel dafür, dass die klassischen Medien eben nicht überflüssig werden.“

Einer der Gründe für diese Sichtweise dürfte in der Fülle von Daten liegen, die online verfügbar sind. „Die Informationsflut im Netz und den Social Media verlangt mehr denn je Analyse und kritische Kommentierung von Ereignissen der Wirtschaftswelt“, sagt Claus Döring, Chefredakteur der Börsen-Zeitung. „Das ist das Feld der etablierten Marken der Wirtschaftspresse, weil es auf Glaub- und Vertrauenswürdigkeit ankommt. Solche Marken gibt es im Netz und bei Social Media bisher nicht.“

EINE SCHNEISE IM INFORMATIONSDSCHUNGEL 

„Das Bedürfnis nach guten Journalisten, die in diesen Informationsdschungel eine Schneise schlagen.“

Ein Wirtschaftsredakteur aus der Schweiz, der seinen Namen nicht nennen möchte, spricht gar von einem „Informationstsunami“, produziert durch Social Media. „Die schiere Menge der Informationen macht allerdings niemanden wirklich schlauer. Ich glaube deswegen, dass diese neue Normalität der Informationsflut eine Normalität auf Abruf ist. Das Bedürfnis nach guten Journalisten, die in diesen Informationsdschungel eine Schneise schlagen, wird zunehmen“, sagt er. „Im Netz herrscht Anarchie. Aber auch damit lernen die Konsumenten umzugehen. Die Gefahr besteht dann darin, dass Journalisten im Netz ihre Relevanz verlieren, weil sie sich in einem Medium tummeln, das viele irrelevante Nachrichten produziert.“

Wer also leistet bessere Arbeit – Journalisten oder doch die Blogger-Fraktion? Wissen­schaftler der Hamburg Media School fanden heraus, dass Leser bei Tageszeitungen eher journalistische Qualität erwarten als bei Blogs – was zunächst nicht überrascht. Ethisch bedenkliche Zeitungstexte werden allerdings ebenso abgelehnt wie ethisch fragwürdige Beiträge in Weblogs. Ein schlechter Journalist ist also nicht besser als ein guter Blogger. Eine der entscheidenden Fragen dürfte folglich sein, wer die Spiel­regeln für den Informationstransfer definiert. Der gedruckte Journalismus orientiert sich am Presserat. Seine Arbeit ist allgemein akzeptiert und verläuft nach einem eingespielten Muster. Im Netz ist es deutlich schwerer, ethische Standards zu setzen und zu überwachen. Die Idee von der Etikette im Netz klingt verlockend. Diese „Netiquette“ aber, so die Wissenschaftler, „gibt normative Regelwerke vor, während das Web 2.0 auf der Eigenverantwortung des Publikums beruht“.

Und diese Eigenverantwortung ist stark gefordert, wenn etwa PR-Meldungen, von Experten unkommentiert, zum Konsumenten gelangen. „Informationen sind dann interessengeleitet, die Zeitpunkte, Inhalte und Interpretation der Information bestimmt ausschließlich der Informant“, sagt Claus Döring von der Börsen-Zeitung. „Für Manipula­tionen steht das Tor weit offen.“

Ex-Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer rechnet in einem solchen Fall mit „sehr einseitiger Information“. Einen Vorwurf an die Unter­nehmen will er daraus nicht ableiten: „Für sie steht die nachhaltige Gewinnorientie­rung im Vordergrund, nicht die umfassende Information der Bevölkerung. In einer demokratischen Gesellschaft entsteht Wahrheit nicht zuletzt durch das Aufeinander­prallen unterschiedlicher legitimer Interessen.“

„Im Internet werden die Unternehmensinformationen weiterhin von Experten bewertet, nur handelt es sich dabei immer seltener um Journalisten im klassischen Sinne.“

Der Social-Media-Experte Klaus Eck gehört zu den führenden Köpfen der deutschen Beraterszene: „Im Internet werden die Unternehmensinformationen weiterhin von Experten bewertet, nur handelt es sich dabei immer seltener um Journalisten im klassischen Sinne. Blogger, Twitterer und Networker schauen sich die Informationen ebenfalls sehr genau an und bewerten diese.“ Für die Unternehmenskommunikation aber sei es nun schwieriger, mit den neuen „Influencern“ richtig umzugehen: „Diese orientieren sich nicht immer an den journalistischen Spielregeln und sind nicht immer so leicht einzuordnen wie Journalisten.“

Auch Beraterkollege Thomas Knüwer sieht die „Gefahr der PR-Beeinflussung. Nur: Dies ist der Normalzustand. Firmen-PR hat leichtes Spiel in Lokalzeitungen, bei TV- und Radiosendern. Eben weil dort kaum echte Wirtschafts­journalisten mit dem Mut und dem Willen zur kritischen Hinterfragung sitzen.“

ÜBERFORDERTE JOURNALISTEN IN ZEITEN DER FINANZKRISE

Knüwers These wird durch zahlreiche Untersuchungen gestützt, die einen Rückzug des erklärenden und einordnenden Wirtschaftsjournalismus aus der Fläche belegen. Vor allem die neu geschaffenen Newsrooms vieler Regionalzeitungen beschleunigen diesen Trend. Dort sitzen häufig nur noch Generalisten, die Wirtschaft als Gesamt­komplex sehen. Es sind Redakteure, die im crossmedialen Sinne das Thema Wirt­schaft über mehrere Kanäle transportieren, ohne dabei inhaltlich in die Tiefe zu gehen. Besonders in der Finanzkrise 2008 war zu erkennen, wie überfordert manch eine Redaktion mit den Folgen der Lehman-Pleite war.

„Das war, bei allen positiven Einzelleistungen, insgesamt gesehen kein Ruhmesblatt des Wirtschaftsjournalismus. Ökonomische Wirkungsketten zu durchdringen setzt viel Wissen voraus. Vielen Wirtschaftsjournalisten fehlt das. Deshalb hecheln sie oft hinter den Ereignissen her, statt Entwicklungen zumindest ein Stück weit zu antizipieren“, sagt Bernd Ziesemer.

Für Volker Wolff, Medienwissenschaftler an der Universität Mainz und langjähriger Wirtschaftsjournalist, war es vor allem „traurig zu sehen, wie blind der Journalismus der PR in die Krise gefolgt ist. Immerhin haben es aber viele Journalisten begriffen und – hoffentlich – daraus gelernt. Die letzte Finanzkrise illustriert aber gut, was passiert, wenn der Journalismus als Kontrollinstanz ausfällt und wir nur von PR leben müssen.“

„Selbst wenn alle Bilanzen dieser Welt im Netz stehen, ist nur wenigen Lesern damit geholfen – einer muss sie lesen und interpretieren.“

Gleichwohl glaubt der Wissenschaftler nicht, dass der Wirt­schaftsjournalismus als kritische Instanz im Netz der scheinbar unbeschränkten Informationen entfällt: „Wer anders als der Journalist will und kann die Informationen aus dem Netz checken, wer anders als der Journalist kann sie aus Sicht der Rezipienten einordnen, wer hat die Antennen und die Kenntnisse, die Interessenlagen der Absender transparent zu machen, und ermöglicht damit dem Rezipienten das Bewerten?“ Im Wirtschaftsjournalismus kämen dann noch die Erklärfunktion und der Service dazu. „Selbst wenn alle Bilanzen dieser Welt im Netz stehen, ist nur wenigen Lesern damit geholfen – einer muss sie lesen und interpretieren. Und zwar unabhän­gig und nicht aus der Warte von Wettbewerbern. Und wenn jeder Anbieter heute einen Rechner für Versicherungsprämien im Netz anbietet, dann sieht nur der kundige Journalist, welcher günstige Anbieter fehlt oder warum dieser Rechner einseitig steuert.“

DER WIRTSCHAFTSJOURNALISMUS ÄNDERT SICH

Aus Sicht des dpa-AFX-Journalisten Bernd Zeberl wird sich der Wirtschaftsjournalismus aber ändern müssen: „Ich beobachte seit Längerem eine deutlich schnellere Abfolge von Themen, die hochgekocht werden, aber auch schnell wieder fallen gelassen werden. Für Nachrichtenagenturen wird es dabei immer wichtiger, schnell mit einord­nenden Meldungen auf dem Markt zu sein. Gerade Online-Medien sind hier auf gut arbeitende Agenturen angewiesen. Große Verlagshäuser stützen sich stark auf Material von Nachrichtenagenturen und sind auf Einordnung angewiesen.“

Gibt es also eine Zukunft für die Wirtschaftsberichterstattung in der interaktiven Welt? Medienwissenschaftler Volker Wolff erwartet „bessere Gesamtangebote der Redaktionen im Netz, vielleicht mit einer Tendenz zum individualisierten Nutzwert. Der müsste dann aber kostendeckend bezahlt werden, und davon sind wir meilenweit entfernt.“

Aus der Perspektive des Schweizer Journalismus fasst es ein Redakteur so zusammen: „Wirtschaftsjournalisten erreichen nur die, die sie wahrnehmen wollen. Das war so in Zeiten herkömmlicher Medien, und es ist nicht anders im Netz.“ Schließlich gebe es nach wie vor Geschichten, „die sind so relevant oder interessant, dass sie wie ein Leuchtturm in der Medienlandschaft“ stehen. „Egal ob in der neuen oder alten Medienwelt.“

(Veröffentlicht im Jahrbuch der Unternehmenskommunikation, Band 05, erschienen 2011 im Econ Verlag)

Anmerkungen und Literaturnachweise: Der Autor hat den vorliegenden Beitrag aktuell recherchiert. Die Kontextabsätze enthalten folgende Passagen, die der Verfasser selbst bereits in diesen Quellen veröffentlicht hat:

Zur Diskussion Knüwer/Iwersen (2008):
Moss, Christoph (2009): Das bloggende Ich – Unterschiede zwischen Weblogs und Journalismus, in: Journalistik Journal 1/2009, S. 30–31. 

Zur Studie von news aktuell (2007), Universität Münster (2007) und Zitat Weischenberg bei der DGPuK (2008): Moss, Christoph (2007): Denkfabrik – Paddelboot und Wasserfall, in: Handelsblatt vom 08.08.2007, S. 9.; Moss, Christoph; Schweins, Roland (2009): Internet und Wirtschaftssprache: Wie Suchmaschinen die Kommunikation verändern, in: Christoph Moss (Hrsg.): Die Sprache der Wirtschaft, S. 161–178, VS-Verlag Wiesbaden 

Zur Studie der Hamburg Media School (2009):
Moss, Christoph (2009): Denkfabrik – Löcher im Netz, in: Handelsblatt vom 04.02.2009, S. 9.

2 Kommentare

  • Danke für diesen geistreichen Beitrag!

    Zwei Anmerkungen habe ich jedoch:

    A. Objektivität
    Ich spreche Bloggern und Journalisten eine absolute Objektivität ab. Daher sind beide auf dieser Ebene gleich zu bewerten. Jedoch ist die Interpretation in die eigene Arbeit eine andere: Der Blogger weiß um seine Subjektivität, der Journalist verneint diese. Wenn das in einem Beitrag einfliesst, ist die Quelle und die Information auch für Leser einzuordnen.

    B. Nachrichtenwerte
    Blogger sind freier von den Nachrichtenwerten Kontinuität und Schwellenwert. Sie sind damit schneller in der Lage, neue Themen zu entdecken und zu publizieren. Sie sind unabhängig von einer Redaktionskonferenz, in der man sich oft an den anderen Leitmedien orientiert („Was berichtet Bild?“).

    Fazit:
    (Fach-)Blogger sind im Bereich des Longtail (Spezial-Themen, s.auch: http://www.scheidtweiler-pr.de/pressearbeit-wohl-ueberlegt-der-longtail-oder-was-am-ende-steht) eine hinreichend belastbare Quelle, die schnell neue Information liefert.

    Über einen näheren Austausch freue ich mich.

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